Landesprogramm Sprach-Kitas NRW

Sprach Kitas

Landesprogramm Sprach-Kitas NRW

Fortführung der Sprach-Kitas bis zum 31. Juli 2027 gesichert

Nach dem Auslaufen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ zum 30. Juni 2023 hat das Land Nordrhein-Westfalen Verantwortung übernommen und die Förderung ab dem 1. Juli 2023 nahtlos fortgeführt. Mit der aktuellen Förderrichtlinie werden die Förderbeiträge auf bis zu 30.000 Euro je zusätzlicher Fachkraftstelle und bis zu 36.000 Euro je Fachberatungsstelle angehoben. Damit ist die erfolgreiche Arbeit der Sprach-Kitas zunächst bis Juli 2027 gesichert.

Sprache ist der Schlüssel: Durch sie erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Studien belegen, dass sprachliche Kompetenzen entscheidend für den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben sind - besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Einwanderungsgeschichte.

Mit dem Landesprogramm „Sprach-Kitas“ unterstützt die Landesregierung gezielt Kindertageseinrichtungen in denen ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Kindern mit sprachlichem Förderbedarf betreut wird. Ziel ist es, allen Kindern unabhängig von Herkunft und Familiensprache gute Bildungschancen zu eröffnen und sie frühzeitig in ihrer sprachlichen Entwicklung zu fördern. 

Für jede „Sprach-Kita" stellt das Land eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle zur Verfügung, um die pädagogische Arbeit in der Sprachbildung zu stärken. Größere Einrichtungen erhalten zwei halbe Fachkraftstellen. Darüber hinaus wird auch die prozessbegleitende Fachberatung weiterhin gefördert. Die Fachberatungen unterstützen die Einrichtungen bei der Umsetzung der Programmziele und sichern die Qualität durch Austausch, Reflexion und fachliche Begleitung. Damit bleibt die bewährte Verbundstruktur als eines der herausragenden Merkmale der Sprach-Kitas erhalten.
 

Inhaltliche Schwerpunkte

Sprachbildung findet in allen Alltagssituationen statt – beim Spielen, Erzählen, Forschen oder Essen. Sprache wird so zu einem natürlichen Bestandteil des Kita-Tages. Ergänzt wird sie durch individuelle, gezielte Förderangebote.

Jedes Kind wird mit seinen individuellen Voraussetzungen wahrgenommen und gefördert – unabhängig von sprachlichem, kulturellem oder sozialem Hintergrund.

Eltern sind die ersten Sprachvorbilder ihrer Kinder. Deshalb ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Familien ein zentraler Bestandteil des Programms.

Rund 30 Prozent der Kinder in den Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen wachsen in Familien auf, in denen vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird. In den landesweit rund 1100 „Sprach-Kitas“ werden insbesondere Kinder in den Blick genommen, deren Eltern selbst keine oder begrenzte Deutschkenntnisse haben. Von den sprachförderlichen Maßnahmen profitieren jedoch alle anderen Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft. 

Sprachförderung ist ein vorrangiges Ziel der Landesregierung innerhalb der frühkindlichen Bildung. Mit dem Landesprogramm „Sprach-Kitas“ setzt Nordrhein-Westfalen ein deutliches Zeichen:

Gute Sprachbildung von Anfang an ist die Grundlage für Teilhabe, Integration und Bildungsgerechtigkeit.