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Fachkräfte & Fachberatung

Frühkindliche Bildung
Kinder von Anfang an fördern
Sprachliche Bildung
Aktuelle Informationen zur Neuausrichtung der Alltagsintegrierten Sprachförderung und Beobachtung in Nordrhein-Westfalen.
Regenbogenfamilien
Die Landesregierung fördert die Akzeptanz und Gleichstellung von Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern.
Rechtliches
Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) bildet die Grundlage der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen.
Kinder mit Fluchterfahrung
Die Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien stellt die Fachkräfte in den Einrichtungen vor zusätzliche Herausforderungen.
Gesundheit
Alle Kinder sollen gesund aufwachsen. Daran haben eine gesunde Ernährung und ein ausreichender Impfschutz einen wesentlichen Anteil. Durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung und der U3-Betreuung kommt Kindertageseinrichtungen hier eine wichtige Rolle zu.
Förderprojekte und Wettbewerbe
Hier finden Sie ausgewählte Förderprogramme für Projekte in Kindertageseinrichtungen.

Jugendämter & Träger

Rechtliches
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KiBiz.web
Das integrierte Online-Verfahren unterstützt Sie umfassend bei der Verwaltung von Kindertageseinrichtungen.
Frühkindliche Bildung
Kinder von Anfang an bestmöglich fördern
Die jetzige Landesregierung unterstützt die Kommunen und Träger bei dem Ausbau der U3-Plätze sowohl quantitativ als auch qualitativ mit erheblichen finanziellen Mitteln.
Neuausrichtung der Alltagsintegrierten Sprachförderung und Beobachtung in NRW
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Das Stellenportal KiTa-Stellen NRW dient der schnellen und passgenauen Zusammenführung von Einrichtungen und Fachkräften.
Familienzentren in Nordrhein-Westfalen
Die Familienzentren nehmen bei der Prävention eine Schlüsselstellung ein. Wegen ihres niedrigschwelligen Zugangs sind sie besonders geeignet, möglichst viele Eltern und ihre Kinder, aber auch die Bevölkerung im Wohnviertel insgesamt mit familienunterstützenden Angeboten zu erreichen.
Regenbogenfamilien
Die Landesregierung fördert die Akzeptanz und Gleichstellung von Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern.
Kinder mit Fluchterfahrung
Die Landesregierung hat für 2015 sechs Millionen Euro zusätzliche Mittel für die Betreuung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien bereitgestellt. Diese Mittel sollen im nächsten Jahr aufgestockt werden.
Gesundheit
Alle Kinder sollen gesund aufwachsen. Daran haben eine gesunde Ernährung und ein ausreichender Impfschutz einen wesentlichen Anteil. Durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung und der U3-Betreuung kommt Kindertageseinrichtungen hier eine wichtige Rolle zu.
Förderprojekte und Wettbewerbe
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Eltern

Frühkindliche Bildung
Kinder brauchen beste Chancen und Perspektiven und sie haben ein Recht auf beste Bildung und Betreuung.
Sie suchen das passende Betreuungsangebot für Ihr Kind? Der KiTa-Finder NRW hilft Ihnen dabei. Das Online-Angebot bietet Ihnen mit wenigen Klicks Informationen zu über 10.000 Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen: aktuell, übersichtlich und kostenlos.
Familienzentren sind Kindertageseinrichtungen, die neben der Kinderbetreuung auch Familienberatung und Familienbildung aus einer Hand anbieten.
Regenbogenfamilien
Die Landesregierung fördert die Akzeptanz und Gleichstellung von Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern.
Jugendämter
Das Jugendamt trägt mit vorbeugenden und familienunterstützenden Angeboten dazu bei, dass Erziehung und Familienleben gelingen.
Kinder mit Fluchterfahrung
Unter den Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche geflüchtete Kinder und Jugendliche. Auf der Suche nach einem sicheren und besseren Leben mussten sie unter teilweise dramatischen Umständen ihr Zuhause, einen Teil ihrer Familie und ihre Freunde verlassen.
Gesundheit
Alle Kinder sollen gesund aufwachsen. Daran haben eine gesunde Ernährung und ein ausreichender Impfschutz einen wesentlichen Anteil. Durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung und der U3-Betreuung kommt Kindertageseinrichtungen hier eine wichtige Rolle zu.
Väterportal
Neues Internetportal für Väter in Nordrhein-Westfalen gestartet: www.vaeter.nrw

Die Regenbogenfische im Ev. Kindergarten und Familienzentrum St. Johann

Die Regenbogenfische im Ev. Kindergarten und Familienzentrum St. Johann

Ev. Kindergarten und Familienzentrum St. Johann
Hinter dem Kloster 3
32657 Lemgo

Die Einrichtung „Ev. Kindergarten und Familienzentrum St. Johann“, die im Verbund mit einem weiteren evangelischen Kindergarten in Rampendal steht, richtet sich in ihrem Betreuungsangebot an behinderte und nicht behinderte Kinder unterschiedlicher Kultur im Alter von 0,4 bis 6 Jahren. Sie möchte die Kinder ganzheitlich und abhängig vom jeweiligen Entwicklungsstand fördern und bezieht dabei individuelle Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder in das Gruppensetting mit ein. Der christliche Glaube stellt zudem ein zentrales Element dar, das den Kindern eine Orientierungshilfe fürs Leben sein soll. Zuletzt ist die Elternarbeit ein wichtiger Eckpfeiler der Einrichtung, durch den die Eltern die Möglichkeit bekommen, aktiv Strukturen mitzugestalten. In dieses Grundgerüst fügt sich die seit April 2016 stattfindende Kindergruppe „Regenbogenfische“ ein, die auf dem Gelände des Kindergartens integriert ist. Sie soll eine Gewöhnung für Kinder mit Fluchterfahrung an Regelversorgungsstrukturen darstellen und ist eng an die Aktivitäten der regulären Kindergruppen der KiTa angebunden.

Kontakt zu den Familien

Die Kontaktaufnahme zu den Familien geschieht vermittelt über das Jugendamt oder über Geschwisterkinder, die schon im Projekt angemeldet sind. Derzeit sind 5 Kinder im Alter zwischen 3 und 4 Jahren angemeldet, wobei das Betreuungsangebot für 2- bis 6-Jährige konzipiert wurde. Die Kindergruppe ist für die Familien gut erreichbar, die entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus zum Angebot gelangen.

Die Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten der Kindergruppe „Regenbogenfische“ befinden sich in einem Nebenhaus des Kindergartens, in dessen Erdgeschoss noch eine weitere KiTa-Gruppe ihren Standort hat. Im Obergeschoss wurden ein Hauptraum, eine kleine Garderobe mit Waschbecken und ein Elternraum für das Brückenprojekt hergerichtet. Die Sanitäranlagen werden von der Gruppe im Erdgeschoss mitgenutzt. Der Raum der Regenbogenfische wurde an die Bedürfnisse der Kinder angepasst: Es befinden sich eine Ecke mit Tisch, ein Spielteppich mit großem Ruhekissen und einem zusätzlichen kleinen Straßenteppich für Spielautos sowie ein weiterer kleiner Spielbereich in einer anderen Ecke in dem Raum. Alle Bereiche sind durch Aufbewahrungsmobiliar und eine große hölzerne Murmelbahn räumlich voneinander abgetrennt. Das Spielzeug ist für die Kinder frei zugänglich verstaut. Der Außenbereich des Kindergartens mit großen Wiesen- und Sandflächen, Klettergerüsten – inklusive eines kleinen Kletterparcours – und einer Rutsche kann mitgenutzt werden.

Das Angebot

Die Regenbogenfische-Gruppe hat montags bis freitags von jeweils 8:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. Eine Erzieherin, die mittwochs und donnerstags zusätzlich von jeweils einer Ehrenamtlichen unterstützt wird, betreut die 5 Kinder. Zudem besteht ein enger Kontakt zu der Leitung des Kindergartens. Das Angebot richtet sich an Kinder mit Fluchterfahrung zwischen 2 und 5 Jahren, die keinen KiTa-Platz haben. Doch auch die Eltern werden mit in das Projekt integriert, für welche ein Raum für den gegenseitigen Austausch und niedrigschwellige Sprachförderung eingerichtet wurde. Dort befinden sich eine kleine Kaffeeecke und Materialien wie (Bilder-)Wörterbücher, die in gemeinsamer Runde am Tisch genutzt werden können. Ein Grundgedanke ist das Ermöglichen einer langsamen Eingliederung der Kinder in gesellschaftliche und Bildungsstrukturen wie die einer KiTa. Die Eltern ziehen sich immer mehr aus dem Projekt zurück und die Kinder kommen in immer mehr Kontakt mit den anderen KiTa-Kindern, indem sie gemeinsam draußen spielen und in bestehende KiTa-Angebote mit eingebunden werden.

Die Angebotsstruktur

Das Angebot beginnt mit einer Phase des offenen Ankommens von 8:45 bis 9:15 Uhr. Danach schließt sich das gemeinsame Frühstück der Kinder mit der Erzieherin an. Je nach Wochentag folgen verschiedene Angebote: Montags gehen die Kinder mit einer anderen Gruppe aus dem Kindergarten zusammen in dessen Turnhalle, in der die Bewegung im Vordergrund stehen soll. Mittwochs oder donnerstags, wenn die Erzieherin von einer weiteren ehrenamtlichen Kraft unterstützt wird, finden vermehrt Ausflüge zusammen mit anderen KiTa-Gruppen statt. Hier standen beispielsweise schon Waldbesuche oder einfache Spaziergänge, aber auch gemeinsames Einkaufen oder Marktbesuche auf dem Tagesplan. An anderen Tagen werden Kreativangebote wie Basteln zu einem bestimmten Thema, Malen mit selbst gemachten Fingerfarben oder auch gemeinsames Waffelbacken durchgeführt. Auch das Nutzen des großen und vielseitigen Spielplatzes der KiTa ist sehr beliebt. Je nachdem, wie es mit diesen Angeboten zeitlich zusammenpasst, findet zwischen 11:45 und 12:00 Uhr ein gemeinsames Beenden des Regenbogenfische-Tages statt. Zu diesem Zweck wird ein Sitzkreis gebildet, in dem Sing- und Bewegungsspiele wie beispielsweise „Aramsamsam“ zusammen durchgeführt werden. Nach dem Abholen der Kinder nutzt die Erzieherin die verbleibende Zeit zur Vor- und Nachbereitung der Angebote und der Räumlichkeiten sowie zur Abstimmung anstehender Förderangebote mit den Kolleginnen der KiTa.

Für die Eltern findet einmal wöchentlich das Rucksack-Projekt statt, das ein Angebot zur Sprachförderung darstellt. Mütter mit Migrationshintergrund sprechen in diesem Rahmen Deutsch miteinander und bekommen Arbeitsblätter, die sie mit ihren Kindern in der Muttersprache bearbeiten sollen. In der KiTa wiederum werden die gleichen Arbeitsblätter mit den Kindern auf Deutsch bearbeitet. So wird den Kindern ermöglicht, Begrifflichkeiten besser zuordnen zu können, und für Mütter wie für Kinder ist eine Struktur geschaffen, in der sowohl die Herkunftssprache als auch die deutsche Sprache aktiv gefördert werden.

Besonders positiv fällt auf, wie gut die Kinder der Regenbogenfische-Gruppe in die Gemeinschaft des Kindergartens aufgenommen werden und wie dankbar und gern auch die Eltern an diesen Angeboten teilnehmen. So findet zum Beispiel zweimal im Jahr eine Bibelwoche statt, die die ganze KiTa gemeinsam gestaltet, und auch beim letzten Gemeindefest wurden die unterschiedlichen Kulturen der Kinder mit eingebunden. Jedes Kind durfte seine Landesfahne auf eine große Weltkarte pinnen und jede Familie hat eine landestypische Speise mitgebracht. Außerdem haben sich die Betreuungspersonen aktiv Wissen zum Thema „Umgang mit Traumaerfahrungen“ eingeholt und angeeignet, um auch mit herausfordernden Situationen umgehen zu können.

Vernetzung und Kooperation

Weil es sich bei der Einrichtung um ein Familienzentrum handelt, gibt es ein großes regionales Netzwerk im Hintergrund der KiTa St. Johann. Eingebettet in ein konzeptionelles Angebot von 5 Brückenprojekten in der Trägerschaft der Fürstin-Pauline-Stiftung, findet dieses Angebot seit April 2016 statt. Es besteht eine enge Kooperation zwischen dem Träger und der KiTa.

Des Weiteren besteht zum Beispiel eine Kooperation mit dem Mehrgenerationenzentrum, in dem auch die Flüchtlingshilfe angesiedelt ist. Familiäre Anliegen verschiedenster Art können hier einen Ansprechpartner finden. Zudem weist das Familienzentrum zu mehreren Beratungsstellen und Einrichtungen der Stadt ein Netzwerk auf, wie beispielsweise zur Erziehungsberatungsstelle, zum Jugendamt und zum Sozialamt. Für Anliegen in den Bereichen wie beispielsweise Wohnung, Möbel und das Stellen von verschiedenen Anträgen stehen hier direkte Ansprechpartner zur Verfügung. Eine weitere wichtige Kooperation stellt jene mit dem Kommunalen Integrationszentrum im Kreis Lippe dar. Über dieses konnte das Rucksack-Projekt für Mütter mit Migrationshintergrund ins Leben gerufen werden. Es stellt aber auch Dolmetscher, die bei schwierigeren Verständigungsproblemen eingeschaltet werden können, zur Verfügung und Fortbildungen wie zum Beispiel zum Thema „Arbeiten mit Migrationsfamilien“ werden zum Teil auch durch das Kommunale Integrationszentrum getragen.

Pusteblume und Löwenzahn – Kindertagespflegegruppen in der Flüchtlingsunterkunft am Landhagen 94

Pusteblume und Löwenzahn – Kindertagespflegegruppen in der Flüchtlingsunterkunft am Landhagen 94

Flüchtlingsunterkunft „Am Landhagen 94“
Am Landhagen 94
59302 Oelde

Die Kindertagespflegegruppen „Pusteblume“ und „Löwenzahn“, die seit September 2016 für Kinder von 1 bis 6 Jahren in Räumen der Flüchtlingsunterkunft „Am Landhagen 94“ in Oelde eingerichtet sind, richten sich in ihrem Angebot an Kinder mit Fluchterfahrung und an ihre Eltern im Rahmen eines zusätzlichen Sprachförderungsangebotes einmal in der Woche. Es handelt sich um eine Betreuung der Kinder von festen Bezugspersonen (Tagespflegemüttern) in einem wöchentlichen Umfang von 25 Stunden, der auf die daran anknüpfende Versorgung im Regelbetrieb von Kitas und Grundschulen vorbereiten soll.

Kontakt zu den Familien

Der Kontakt zu den Familien wird über das Jugendamt der Stadt Oelde hergestellt. So kann die Stadt Oelde effektiv auf Kapazitäten in den beiden Kindertagespflegegruppen und auf Bedarf bei Familien in der Flüchtlingsunterkunft „Am Landhagen 94“ reagieren. Die Gruppen „Löwenzahn“ (von 1 bis 3 Jahren) und „Pusteblume“ (von 4 bis 6 Jahren) haben jeweils Platz für 9 Kinder. Mit derzeit 18 angemeldeten Kindern sind die Kapazitäten voll ausgeschöpft. Die Familien leben in der Regel direkt in der Flüchtlingsunterkunft, in der auch das Brückenprojekt stattfindet. Für eine gute Erreichbarkeit ist somit gesorgt.

Die Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten des Brückenprojektes befinden sich in den Gebäuden der Flüchtlingsunterkunft „Am Landhagen 94“. Eine komplette Etage ist hierfür liebevoll für die Kinder hergerichtet worden, wobei hierbei auch viel Wert auf die Schaffung einer sicheren Umgebung gerade für die kleinen Kinder gelegt wurde. Zu den Räumlichkeiten gehören je ein großer Raum für die Pusteblumen- und Löwenzahngruppe selbst, ein großer Vorraum, der unter anderem mit einer Puppenecke ausgestattet ist, ein Raum für das Sprachförderungsangebot (mit Flipchart und Aufbewahrung der Sprachmaterialen eines jeden Teilnehmers), ein Turnraum, ein Abstellraum, ein Bad, das kindgerecht gestaltet wurde und in dem jedes Kind seinen eigenen Haken mit Handtuch hat, und eine Teeküche. In den beiden Gruppenräumen befinden sich ausreichend Sitzecken mit Stühlen zum Spielen oder Basteln, Verstaumöglichkeiten für alle Materialien und Platz für Rückzug und Entspannung in Form von Matratzen oder Decken mit zusätzlichen Kissen. Das Spielzeug ist in allen Räumen für die Kinder frei zugänglich. Der Außenbereich der Flüchtlingsunterkunft mit einem Sandkasten und einer kleinen Rutsche kann mitgenutzt werden.

Das Angebot

Das Brückenprojekt findet fünfmal wöchentlich, montags bis freitags von 7:30 bis 12:30 Uhr, statt. Sechs Tagesmütter (darunter auch drei Erzieherinnen) betreuen die Kinder in einem Betreuungsverhältnis von 1:3. Alle Tagesmütter sind gut aufeinander abgestimmt und ein harmonisches Klima ist sofort spürbar. Mit den Eltern der Kinder ist eine gute Beziehung aufgebaut, so dass sie sich auch über Betreuungsbedarf über die Regelzeiten hinaus austauschen können. So sind derzeit für drei Kinder viermal pro Woche Randstunden bis 14:00 Uhr eingerichtet. Besonderes Augenmerk legt das Brückenprojekt auf die Sprachförderung der Kinder in enger Anbindung an die Eltern. Hierzu besteht eine Kooperation mit dem „Rucksack-Fit“-Projekt des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt, welches einmal wöchentlich stattfindet. Das gesamte Angebot ist gekennzeichnet durch Phasen freier Aktivität und feste Strukturelemente. Es geht flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder ein.

Die Angebotsstruktur

Das Angebot beginnt täglich mit einer Phase des offenen Ankommens von 7:30 bis 9:00 Uhr. Auf Trennungsschwierigkeiten der Kinder von den Eltern wird behutsam und individuell eingegangen: Es besteht die Möglichkeit, die Trennung stückweise einzuleiten und die Eltern länger einzubeziehen, bis es den Kindern schließlich nichts mehr ausmacht, wenn die Eltern sofort nach der Ankunft im Projekt wieder gehen. In dieser ersten Phase werden die Kinder bei Bedarf in ihrer Beschäftigungssuche unterstützt. Um 9:15 Uhr findet nach einem gemeinsamen Singen oder Spielen ein gemeinsames Frühstück statt. Nach diesem festen Strukturelement können die Kinder frei spielen, wobei auch hier auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird. Bei gutem Wetter gehen die Kinder mit den Tagesmüttern gern auf das Außengelände der Flüchtlingsunterkunft und nutzen Rutsche und Sandkasten oder gehen in der Umgebung spazieren. Je nach Aktivierungsniveau wird auch der Turnraum genutzt, so dass sich die Kinder auspowern können. Auch andere Angebote werden in diese Freispielphase integriert, wie zum Beispiel das Basteln zum Thema Muttertag. Das Heranführen an die deutsche Kultur wird hier gleichermaßen angesprochen wie das künstlerische Gestalten der Kinder. Das Angebot wird mittags mit den Kindern gemeinsam in Form eines Abschiedskreises beendet. Hier finden Sing- und Bewegungsspiele ihren Platz. Wenn die Eltern kommen, um ihre Kinder abzuholen, werden beide individuell verabschiedet.

Jeden Donnerstag findet das „Rucksack-Fit“-Projekt statt. Ab 8:00 Uhr richtet sich das Angebot für eine Stunde lang an interessierte Eltern. Ein Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Oelde arbeitet mit diesen bestimmte Themenblöcke der deutschen Sprache, aber auch der deutschen Kultur durch. Hierzu steht ein eigener Raum mit Flipchart und Materialien für jede einzelne Person zur Verfügung. Die Kinder können anschließend für den restlichen Vormittag am „Rucksack-Fit“-Projekt teilnehmen.

Vernetzung und Kooperation

Da das Jugendamt der Stadt Oelde als Träger für dieses Brückenprojekt fungiert, besteht eine gute Vernetzung zu verschiedensten Institutionen. So konnte zum Beispiel das „Rucksack-Fit“-Projekt in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum ins Leben gerufen werden, das für Eltern und Kinder mit Fluchterfahrung eine qualitativ gute und kostenfreie Möglichkeit zur deutschen Sprachförderung darstellt.

„Stepke-Kitas“-Brückenprojekt: Mobile Kita Köln

„Stepke-Kitas“-Brückenprojekt: Mobile Kita Köln

Mobile Kita an der Flüchtlingsunterkunft Eygelshovener Straße
Eygelshovener Straße 33
50999 Köln

Bei dem Brückenprojekt „Mobile Kita Köln“, dessen Träger „Stepke-Kitas“ ist, handelt es sich um ein Angebot, das seit November 2016 täglich auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft Eygelshovener Straße in Köln für Kinder aus der anliegenden Unterkunft stattfindet. Hierfür steht vom Träger ein extra für die Bedürfnisse der Kinder liebevoll hergerichteter Bus zur Verfügung, in dem zwei Betreuerinnen eine Angebotsstruktur für die Kinder schaffen, die auf den Übergang in die Regelversorgung vorbereiten soll.

Kontakt zu den Familien

Der Kontakt zu den Familien wird größtenteils über den sozialen Dienst – in diesem Fall die Diakonie – hergestellt. Aber auch über die Flüchtlingsunterkunft Eygelshovener Straße selbst und über die dort ausliegenden Informationsschreiben werden Familien auf das Angebot aufmerksam gemacht. Aufgrund der direkten Anbindung an die Unterkunft können Kinder allein oder mit ihren Eltern zu Fuß sofort zum mobilen Angebot gelangen. Das Brückenprojekt bietet 15 Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren.

Die Räumlichkeiten

Der Bus der mobilen Kita befindet sich auf dem Parkplatz der Flüchtlingsunterkunft Eygelshovener Straße. Die Sanitäranlagen der Unterkunft können mitbenutzt werden. Im Bus wurde der zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt und gestaltet: In der einen Ecke befindet sich eine Sitzecke mit Tisch und Bänken, in der die Kinder mit den Betreuerinnen beim Spielen oder Basteln in Interaktion treten können. Der restliche Platz ist mit Teppichboden ausgelegt und dient als Spielecke oder Raum für gemeinsame pädagogische Maßnahmen wie einen Singkreis. Spielzeug ist für die Kinder frei zugänglich aufbewahrt. Der Außenbereich der Flüchtlingsunterkunft kann mitsamt seinem Spielplatz ebenfalls mitgenutzt werden.

Das Angebot

Das Angebot findet fünfmal wöchentlich, von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 bis 16:30 Uhr, statt. Eine Unterbrechung für eine Mittagspause ist von 12:00 bis 13:00 Uhr eingeplant. Das Brückenprojekt wird vor Ort von drei Betreuerinnen durchgeführt, die als Voraussetzung Erzieherin, Kinderpflegerin oder Tagespflegerin sein müssen. Sie arbeiten Hand in Hand und schaffen gemeinsam eine spürbar positive und außerordentlich wertschätzende Atmosphäre für die Kinder im Projekt. Es handelt sich um ein offenes Angebot für Kinder mit Fluchterfahrungen, die noch nicht in die Regelversorgung eingegliedert sind. Das Vermitteln deutscher Werte und Kultur wird hier als besonders wichtig betont sowie grundsätzliche Sprach-, künstlerische und quantitative Fähigkeiten und Fertigkeiten, um einen späteren Übergang in die Regelversorgung so angenehm wie möglich zu machen. Dieses Ziel wird auch durch die gute Zusammenarbeit mit zum Teil ehrenamtlichen Helfern/Übersetzern aus der Flüchtlingsunterkunft unterstützt, wenn Verständigungsschwierigkeiten auftreten.

Die Angebotsstruktur

Zunächst beginnt eine offene Phase des Ankommens, in der jedes Kind individuell begrüßt wird und sich seine Aktivität im Freispiel selber aussucht. Das Freispiel setzt sich fort, wobei die Betreuerinnen flexibel auf die Gruppenzusammensetzung reagieren und mal im Spiel mit einzelnen involviert sind, mal als Ansprechpartnerinnen oder Hilfestellerinnnen bei der Beschäftigungssuche fungieren. Je nach Wetter findet dann eine Phase des Nach-draußen-Gehens statt, in der die Kinder sich beim Herumtoben oder Spielen auslassen können. Die Betreuerinnen überlegen sich für jeden Tag eine besondere Aktion am Vormittag und Nachmittag, die spielerischen, sprachlichen oder künstlerischen Anspruch haben soll. So werden bei warmem Wetter schon mal ein Wasserschlauch oder Wasserpistolen zum Herumspritzen herangezogen. Um 11:45 Uhr findet, zurück im Bus, ein Singkreis vor der Mittagspause statt. Das Nachmittagsangebot wurde nicht mehr beobachtet. Insgesamt werden in die verschiedenen Phasen unterschiedliche Elemente und pädagogische Maßnahmen eingebaut. So wird besonders Rücksicht auf das Fördern des Mengenverständnisses genommen sowie auf die deutsche Sprachförderung. Hierzu werden gemeinsam Bücher gelesen oder Spiele wie Memory gespielt, bei denen die Kinder neue Begriffe lernen und in ständigem sprachlichem Austausch mit den Betreuerinnen stehen. Auch das Formverständnis soll gefördert werden, indem zum Beispiel verschieden geformte Holzklötze, die die Kinder richtig zuordnen sollen, in ein Spiel im Singkreis mit eingebaut werden.

Vernetzung und Kooperation

Der Träger „Stepke-Kitas“ steht in guter Zusammenarbeit mit der Diakonie als dem zuständigen sozialen Dienst. Dadurch kann sichergestellt werden, dass es für Kinder mit einem von der Diakonie festgestellten erhöhten Betreuungsbedarf möglich ist, in das Brückenprojekt integriert zu werden. Außerdem besteht eine gute Zusammenarbeit der Flüchtlingsunterkunft und der mobilen Kita, so dass neu ankommende Familien von dem Angebot erfahren können und bei Sprachverständigungsproblemen auf Übersetzer der Unterkunft zurückgegriffen werden kann.

Caritas Brückenkita in Oberhausen

Caritas Brückenkita in Oberhausen

Kindertagesstätte „Regenbogenland“
Hausmannsfeld 8
46047 Oberhausen

Bei der Brückenkita in Oberhausen handelt es sich um ein Brückenprojekt, das seit dem 28. Januar 2016 einmal wöchentlich donnerstagnachmittags in den Räumlichkeiten der integrativen Kita stattfindet. Nach der regulären Kitazeit findet ein zweistündiges Eltern-Kind-Angebot statt. Das Angebot ist gut besucht, wird von drei pädagogischen Fachkräften durchgeführt, bis zu zehn Kinder mit ihren Familien dürfen teilnehmen.

Kontakt zu den Familien

Es werden sowohl Kinder und ihre Familien mit Fluchterfahrungen als auch Kinder aus der Regeleinrichtung und deren Eltern zu diesem Termin eingeladen; die Teilnehmer müssen sich anmelden. Oftmals kommen dieselben Kinder und ihre Eltern, es sind jedoch auch unterschiedliche Familien und Kinder anwesend. Von dem Angebot erfahren die Familien mit Fluchterfahrungen über eine Caritasanlaufstelle für Flüchtlinge. Für das Angebot gibt einen Anmeldebogen.

Die Räumlichkeiten

Das Angebot findet in den Räumlichkeiten der Regeleinrichtung statt und verteilt sich auf mehrere Räume sowie bei schönem Wetter auf die Nutzung des Spielplatzes und der Gartenanlage. Die Räume sind hell, weisen große Fenster auf und sind kindgerecht eingerichtet. Darüber hinaus verfügt die Kita, da es sich um eine integrative Kita mit einer heilpädagogischen Ausrichtung handelt, über einen Psychomotorikraum, der großzügig gestaltet ist und in welchem sich Matten, Bälle und vieles mehr befinden. Die Gartenanlage umfasst ein Klettergerüst, eine Schaukel sowie ein kleines begehbares Holzspielhäuschen. Darüber hinaus befindet sich vor der Regeleinrichtung ein asphaltierter Spielplatz, auf dem die Kinder Dreiradfahren können. Des Weiteren gibt es einen großen Sandbereich zum Spielen.

Das Angebot

Das Angebot findet einmal wöchentlich von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Der Betreuungsschlüssel liegt bei acht bis zehn Kindern und ihren Eltern auf regulär drei betreuende Fachkräfte (Erzieherin, Kinderpflegerin und Heilpädagogen). Sowohl Familien mit Fluchterfahrung als auch Familien, deren Kinder die Regeleinrichtung besuchen, nehmen an dem Angebot teil. Bei den zwei durchgeführten Besuchen entstand der Eindruck, dass sich sowohl die Kinder wie auch die Eltern wohlfühlen. So zeigt sich, dass die Mütter bei sprachfördernden Spielen wie beispielsweise bei einem Memory, bei welchem die Begriffe laut ausgesprochen werden, ebenfalls aufmerksam zuhören und die Begriffe nachsprechen oder die Mütter auch das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen. Alle sprechen sich mit dem Vornamen an und erhalten zu Beginn Namensschilder. Darüber hinaus kam es bei beiden durchgeführten Besuchen in der Einrichtung vor, dass die Mütter selbst gebackene Spezialitäten zur Tischrunde mitbrachten, worüber sich alle sehr freuten. Umgekehrt wurde beim ersten Besuch aufgrund der zeitlichen Aktualität allen Kindern zum Schluss ein Osterkörbchen verteilt, die Eltern erhielten eine kleine Topfblume. Darüber hinaus finden wiederkehrend Ausflüge statt, so besuchte die Einrichtung mit den Kindern und Eltern vor Kurzem das Sea Life, bei welchem es sich um ein Aquarium handelt. Für die Familien war der Ausflug kostenfrei, da die Einrichtung von den Organisatoren von Sea Life eingeladen wurde. Anschließend fand, durch Spenden finanziert, ein kleines gemeinsames Pommes-Essen statt.

Bei den beiden Besuchen fiel darüber hinaus auf, dass sich die Kinder augenscheinlich wohlfühlten. So spielten drei Jungen verschiedener Nationalitäten gemeinsam zusammen in dem begehbaren Holzhäuschen. Die einzige Sprache, in der sie sich verständigen konnten, war Deutsch. So scheint diese Brückenkita ein gelungenes Angebot für eine Vorbereitung in die Kita und somit auch eine gute Unterstützung für eine erfolgreiche und frühzeitige Integration dieser Kinder zu sein.

Die Angebotsstruktur

Während der zwei Stunden dürfen die Kinder erst frei spielen, anschließend wird bei schlechtem Wetter gemeinsam der psychomotorische Turnraum aufgesucht, bei warmer Witterung wird draußen gespielt. Zuletzt findet eine Runde mit Speisen und Getränken für Groß und Klein mit begleitenden Sprachspielen statt; darüber hinaus wird ein Abschlussritual durchgeführt.

Vernetzung und Kooperationen

Die Brückenkita des Caritasverbandes Oberhausen ist aufgrund der Organisation durch den Caritasverband und der damit einhergehenden Möglichkeit der Nutzung der zahlreichen Strukturen des Vereins gut mit weiteren Stellen vernetzt. Dadurch ist es möglich, dass die Familien mit Fluchterfahrungen in den Unterkünften vom Angebot der Brückenkita erfahren können. Des Weiteren zeigt sich womöglich die vorhandene Erfahrung auch in der Konzeption des Brückenangebotes, das aufgrund der Anwesenheit von deutschen Familien wie auch von Familien mit Fluchthintergrund an einer frühzeitigen Integration sowie damit einhergehend am Abbau von Berührungsängsten ansetzt.

Brückenprojekt vom KiTa Zweckverband in Bochum-Werne: Inklusion durch frühzeitige Partizipation

Brückenprojekt vom KiTa Zweckverband in Bochum-Werne: Inklusion durch frühzeitige Partizipation

Katholischer Kindergarten Herz-Jesu
Hölterweg 2
44894 Bochum

Bei dem Brückenprojekt in Bochum-Werne handelt es sich um ein Brückenprojekt, das seit Herbst 2015 viermal wöchentlich mit zwei unterschiedlichen Gruppen stattfindet: Insgesamt nehmen acht Kinder mit Fluchterfahrungen an dem Angebot teil, jeweils vier Kinder besuchen am Donnerstag- und Freitagnachmittag von 14.30 bis 16 Uhr die bestehende Kitagruppe, bei der weitere zehn reguläre Kitakinder betreut werden, die anderen vier Kinder mit Fluchterfahrungen besuchen am Dienstag und Mittwoch die bestehende Kitagruppe. Das Angebot ist während der regulären Kitazeiten gut besucht, findet jedoch auch während der Schulferien statt; dann finden sich darin nicht so viele Kinder aufgrund der Urlaubszeit.
 

Kontakt zu den Familien

Es nehmen sowohl Kinder mit Fluchterfahrungen sowie Kinder aus der Regeleinrichtung an diesem Termin teil, der während der regulären Kitazeit stattfindet. Die Kinder mit Fluchterfahrungen wohnen meist in dem direkt neben den Räumlichkeiten der Kita gelegenen Übergangswohnheim für Flüchtlingsfamilien, das schon seit ungefähr 60 Jahren besteht. Durch die zuständige Sozialarbeiterin in diesem Übergangswohnheim erfahren die Familien von dem Angebot. Der Austausch mit der Sozialarbeiterin erlaubt es auch, bei der Gruppenaufteilung darauf zu achten, dass Kinder von Familien, die sich untereinander nicht gut verstehen, nicht dieselbe Gruppe im Brückenprojekt besuchen. Die Kinder melden sich zum Brückenprojekt an und nehmen regelmäßig teil. Wenn die Kinder einmal verhindert sind, müssen sie sich nicht gesondert abmelden.

Die Räumlichkeiten

Das Angebot findet in den Räumlichkeiten der Regeleinrichtung statt und verteilt sich auf mehrere Räume sowie bei schönem Wetter auch draußen. Die Räume sind hell, weisen große Fenster auf und sind kindgerecht eingerichtet. In vielen Räumen befinden sich Klettermöglichkeiten sowie ein Spielhaus, in welches sich die Kinder zurückziehen können. Darüber hinaus sind die Räume mit zahlreichen Spielangeboten wie Bilderbücher, Brettspiele, Bauklötze, Farbstifte und vielen mehr ausgestattet. Die Außenanlage umfasst ein Klettergerüst, eine Schaukel sowie einen großen Sandhaufen.

Das Angebot

Das Brückenprojekt findet viermal wöchentlich für jeweils eineinhalb Stunden statt. Es gibt zwei Gruppen, so dass die Kinder mit Fluchterfahrungen an zwei der vier Termine teilnehmen. Der Betreuungsschlüssel liegt bei höchstens 14 Kindern und einer bis zwei Fachkräften. Die Kita verfügt über eine Projektbegleiterin mit Migrationshintergrund und arabischen Sprachkenntnissen. Da es sich um eine „plusKita“ handelt, also um eine Kita, die in einem sozialen Brennpunkt gelegen ist und deswegen finanzielle Zuschüsse erhält, um erweiterte Betreuungszeiten und Fördermöglichkeiten anzubieten, verfügt die Kita über eine zusätzliche Fachkraft sowie über zusätzliche Mittel zur Sprachförderung. Hierbei kommen vielfach alltagsintegrierte Sprachförderungsmethoden zur Anwendung. Bei den zwei durchgeführten Besuchen entstand der Eindruck, dass sich sowohl die Kinder mit Fluchterfahrungen wie auch die regulären Kitakinder wohlfühlen. So zeigte sich, dass die Fachkräfte, wenn die Kinder in ihrer Muttersprache sprechen, nachfragen, was diese gesagt haben, und umgekehrt und sie die Kinder durch sprachfördernde Spiele dazu anregen, Deutsch zu lernen. Darüber hinaus fiel auf, dass die Kinder verschiedener Nationalitäten bei einem Spiel, das ihre Neugier anregte, ihr Bedürfnisse auf Deutsch äußerten und hierbei gleichzeitig lernten, die Wünsche der andern Kindern mit zu beachten. Da beim Brückenangebot die Kinder mit Fluchterfahrungen bereits in einem begrenzten Umfang in der Kita betreut werden, soll hierbei die Inklusion in die Kita durch dieses niederschwellige Betreuungsangebot erleichtert werden. Insgesamt handelt es sich bei diesem Brückenangebot um eine gelungene Vorbereitung für die Kita und somit um eine gute Voraussetzung für eine frühzeitige Inklusion dieser Kinder durch die Partizipation im regulären Kitaalltag.
 

Die Angebotsstruktur

Nach einem gemeinsamen Begrüßungslied beginnt das Spielen: Die Mädchen und Jungen wählen aus verschiedenen Spielangeboten aus. Dann erfolgen geleitete Spielsequenzen mit einem oder mehreren Kindern. Dabei sind die Spielsachen frei zugänglich und kindgerecht. Zuletzt findet ein kurzes Abschlussritual statt.

Vernetzung und Kooperationen

Das Brückenprojekt des KiTa Zweckverbandes im Bistum Essen ist aufgrund der Organisation durch diesen großen Träger und der langjährigen Tätigkeit des KiTa Zweckverbandes gut vernetzt. Darüber hinaus besteht das Übergangswohnheim, das sich direkt neben der Kita befindet, bereits seit ungefähr 60 Jahren. Aufgrund dieser räumlichen Nähe ist es einerseits möglich, dass die Sozialarbeiterin vor Ort und die Fachkräfte der Kita eng zusammenarbeiten und so die Familien von dem Brückenangebot erfahren. Andererseits verfügen die Fachkräfte wegen der jahrelang bestehenden Inklusionsarbeit über eine gute Erfahrung in diesem Bereich. Des Weiteren zeigt sich die Erfahrung auch in der Konzeption des Brückenangebotes, das aufgrund der Anwesenheit von Kindern mit regulärem Kitaplatz wie auch von Kindern mit Fluchthintergrund bei einer frühzeitigen Integration und Partizipation sowie damit einhergehend beim Abbau von Berührungsängsten ansetzt.

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