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Informationen zur Aus- und Weiterbildung

Die Inanspruchnahme eines Betreuungsangebotes in Kindertageseinrichtungen und/oder in Kindertagespflege ist heute für die meisten Familien und ihre Kinder selbstverständlich. Der weitere U3-Ausbau und die demografische Entwicklung werden dafür sorgen, dass weiterhin ein kontinuierlich hoher Personalbedarf in den nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen besteht.

Das Berufsfeld hat Zukunft und wir brauchen engagiertes und motiviertes Fachpersonal, um unseren Kindern die bestmöglichen Rahmenbedingungen im Bereich der frühen Bildung und Betreuung bieten zu können.

Sie interessieren sich für eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher?

Voraussetzungen
Für die Erzieherausbildung in Nordrhein-Westfalen kommt es auf Ihre individuelle berufliche und schulische Vorbildung an. Zugangsvoraussetzung ist mindestens die Fachoberschulreife sowie ein einschlägiger Berufsabschluss, z. B. als Kinderpfleger/-in. Wenn bereits ein Abschluss der höheren Berufsfachschule des Sozialwesens oder der Fachoberschule des Sozialwesens vorhanden ist, ist keine zusätzliche Berufsausbildung notwendig. Wenn Sie über die Allgemeine Hochschulreife oder einen nicht einschlägigen Beruf verfügen, müssen sie Erfahrungen in diesem Tätigkeitsfeld nachweisen, z. B. in Form eines Praktikums. Die berufliche Eignung ist weiterhin durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nachzuweisen.

Ausbildungsformen
Grundsätzlich haben Sie in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, die Erzieherausbildung an den Fachschulen für Sozialwesen in der Fachrichtung Sozialpädagogik zu absolvieren. Eine Liste der Fachschulen, die diesen Bildungsgang anbieten, finden Sie hier.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Davon werden zwei Jahre fachtheoretisch an der Fachschule absolviert und mit dem Fachschulexamen (theoretische Prüfung) beendet; daran schließt sich ein einjähriges Berufspraktikum an, welches mit Kolloquium (praktische Prüfung) und, falls dies erfolgreich absolviert wurde, mit der staatlichen Anerkennung endet.

Seit Kurzem gibt es in Nordrhein-Westfalen zudem die Möglichkeit, eine praxisorientierte Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik zu absolvieren. Dabei werden fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungszeiten so verzahnt, dass die mindestens 2.400 Stunden fachtheoretische Ausbildung erst im dritten Jahr erreicht werden. Daher fallen das Fachschulexamen und das Kolloquium am Ende des dritten Jahres zeitlich zusammen; auch hier erfolgt bei erfolgreichem Abschluss der Prüfung die staatliche Anerkennung. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt zur Organisation einer praxisorientierten Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des für die Erzieherausbildung in Nordrhein-Westfalen zuständigen Ministeriums für Schule und Weiterbildung und unter den unten aufgeführten Links.

Sie sind Kinderpflegerin oder Kinderpfleger und interessieren sich für eine Weiterbildung?

Neben der Möglichkeit, eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher an einer Fachschule zu absolvieren, gibt es in Nordrhein-Westfalen noch die Möglichkeit, eine „Externenprüfung“ zu absolvieren. Diese Prüfungen werden bei den Bezirksregierungen angeboten. Nach einer erfolgreich abgelegten Externenprüfung muss noch ein einjähriges Berufspraktikum absolviert werden; unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Informationen zur Externenprüfung der Bezirksregierung Düsseldorf.

Die Bezirksregierungen von Nordrhein-Westfalen und ihre Internetadressen finden Sie in der folgenden Liste:

Sie würden gerne Kindheitspädagogik studieren?

In Nordrhein-Westfalen werden Bachelor- und Masterstudiengänge der Fachrichtungen Kindheitspädagogik angeboten.

Weiterführende Informationen und eine Liste der Studiengänge finden Sie in der Studiengangsdatenbank der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (wiff).

Sie haben einen Abschluss im Ausland erworben und fragen sich, ob Sie damit in einer Kindertageseinrichtung in Nordrhein-Westfalen arbeiten können?

Der Beruf der Erzieherin/des Erziehers ist nach deutschem Recht reglementiert. Das bedeutet, dass man ihn in Deutschland nur ausüben darf, wenn man die vor-geschriebene Qualifikation nachweisen kann.

Wenn Sie einen vergleichbaren Berufsabschluss im Ausland erworben haben, können Sie die Gleichwertigkeit Ihrer Ausbildung feststellen lassen. Voraussetzung für die Antragstellung ist der erste Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen oder der Nachweis eines berechtigten Interesses, wie z.B. die Aufnahme einer Berufstätigkeit in Nordrhein-Westfalen.

Ihr ausländischer Berufsabschluss wird dann für gleichwertig anerkannt, wenn zu den in Nordrhein-Westfalen geltenden Vorgaben keine wesentlichen Unterschiede bestehen (§ 9 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz NRW [BQFG NRW]).

Die dafür erforderliche Überprüfung führen die Bezirksregierungen durch; die Zuständigkeit richtet sich nach dem Land, in dem der Abschluss erworben wurde.

Den Text des BQFG NRW finden Sie hier.

Weitere Informationen sowie die Zuständigkeitsverteilung bei den Bezirksregierungen finden Sie hier.

Sie interessieren sich für eine Tätigkeit als Tagespflegeperson (Tagesmutter/Tagesvater)?

Wer an einer Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater interessiert ist, sollte vor allem Freude am Umgang mit Kindern haben. Kindertagespflege bedeutet eine interessante berufliche Perspektive, wenn Sie gerne Kinder im familiären Umfeld betreuen und sie bei ihrer Entwicklung begleiten und fördern möchten.

Eine pädagogische Ausbildung ist hierzu nicht zwingend notwendig. Wenn Sie keine pädagogische Ausbildung nachweisen können, müssen Sie eine Qualifizierung von rund 160 Unterrichtsstunden absolvieren. Für ausgebildete pädagogische Kräfte werden verkürzte Qualifizierungen angeboten. In diesen vorbereitenden Seminaren erhalten Sie neben Grundkenntnissen in Pädagogik, Psychologie, Pflege und Bildungsförderung auch wichtige Informationen zur Organisation des Alltags, zu Rechts- und Versicherungsfragen und zur Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Als Tagespflegeperson sollten Sie bereit sein, eng mit den Eltern zusammenzuarbeiten.

Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen beraten Sie gerne. Im Jugendamtsverzeichnis finden Sie außerdem auch örtliche Ansprechstellen für Kindertagespflege. An zahlreichen Orten gibt es darüber hinaus regelmäßig Informationsveranstaltungen, bei denen Sie mehr dazu erfahren können, wo und wie Sie sich qualifizieren können und welche weiteren Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um eine Erlaubnis zur Kindertagespflege zu erhalten (z.B. erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, geeignete Räumlichkeiten, Gesundheitsnachweis, Teilnahme an einem Kurs zur ersten Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern).

Kontakt

Ihr Kontakt zu uns

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Tel.: +49(0)211 837-02
Fax: +49(0)211 837-2200
E-Mail: kita.nrw@mfkjks.nrw.de