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Caritas Brückenkita in Oberhausen

Caritas Brückenkita in Oberhausen

Kindertagesstätte „Regenbogenland“
Hausmannsfeld 8
46047 Oberhausen

Bei der Brückenkita in Oberhausen handelt es sich um ein Brückenprojekt, das seit dem 28. Januar 2016 einmal wöchentlich donnerstagnachmittags in den Räumlichkeiten der integrativen Kita stattfindet. Nach der regulären Kitazeit findet ein zweistündiges Eltern-Kind-Angebot statt. Das Angebot ist gut besucht, wird von drei pädagogischen Fachkräften durchgeführt, bis zu zehn Kinder mit ihren Familien dürfen teilnehmen.

Kontakt zu den Familien

Es werden sowohl Kinder und ihre Familien mit Fluchterfahrungen als auch Kinder aus der Regeleinrichtung und deren Eltern zu diesem Termin eingeladen; die Teilnehmer müssen sich anmelden. Oftmals kommen dieselben Kinder und ihre Eltern, es sind jedoch auch unterschiedliche Familien und Kinder anwesend. Von dem Angebot erfahren die Familien mit Fluchterfahrungen über eine Caritasanlaufstelle für Flüchtlinge. Für das Angebot gibt einen Anmeldebogen.

Die Räumlichkeiten

Das Angebot findet in den Räumlichkeiten der Regeleinrichtung statt und verteilt sich auf mehrere Räume sowie bei schönem Wetter auf die Nutzung des Spielplatzes und der Gartenanlage. Die Räume sind hell, weisen große Fenster auf und sind kindgerecht eingerichtet. Darüber hinaus verfügt die Kita, da es sich um eine integrative Kita mit einer heilpädagogischen Ausrichtung handelt, über einen Psychomotorikraum, der großzügig gestaltet ist und in welchem sich Matten, Bälle und vieles mehr befinden. Die Gartenanlage umfasst ein Klettergerüst, eine Schaukel sowie ein kleines begehbares Holzspielhäuschen. Darüber hinaus befindet sich vor der Regeleinrichtung ein asphaltierter Spielplatz, auf dem die Kinder Dreiradfahren können. Des Weiteren gibt es einen großen Sandbereich zum Spielen.

Das Angebot

Das Angebot findet einmal wöchentlich von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Der Betreuungsschlüssel liegt bei acht bis zehn Kindern und ihren Eltern auf regulär drei betreuende Fachkräfte (Erzieherin, Kinderpflegerin und Heilpädagogen). Sowohl Familien mit Fluchterfahrung als auch Familien, deren Kinder die Regeleinrichtung besuchen, nehmen an dem Angebot teil. Bei den zwei durchgeführten Besuchen entstand der Eindruck, dass sich sowohl die Kinder wie auch die Eltern wohlfühlen. So zeigt sich, dass die Mütter bei sprachfördernden Spielen wie beispielsweise bei einem Memory, bei welchem die Begriffe laut ausgesprochen werden, ebenfalls aufmerksam zuhören und die Begriffe nachsprechen oder die Mütter auch das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen. Alle sprechen sich mit dem Vornamen an und erhalten zu Beginn Namensschilder. Darüber hinaus kam es bei beiden durchgeführten Besuchen in der Einrichtung vor, dass die Mütter selbst gebackene Spezialitäten zur Tischrunde mitbrachten, worüber sich alle sehr freuten. Umgekehrt wurde beim ersten Besuch aufgrund der zeitlichen Aktualität allen Kindern zum Schluss ein Osterkörbchen verteilt, die Eltern erhielten eine kleine Topfblume. Darüber hinaus finden wiederkehrend Ausflüge statt, so besuchte die Einrichtung mit den Kindern und Eltern vor Kurzem das Sea Life, bei welchem es sich um ein Aquarium handelt. Für die Familien war der Ausflug kostenfrei, da die Einrichtung von den Organisatoren von Sea Life eingeladen wurde. Anschließend fand, durch Spenden finanziert, ein kleines gemeinsames Pommes-Essen statt.

Bei den beiden Besuchen fiel darüber hinaus auf, dass sich die Kinder augenscheinlich wohlfühlten. So spielten drei Jungen verschiedener Nationalitäten gemeinsam zusammen in dem begehbaren Holzhäuschen. Die einzige Sprache, in der sie sich verständigen konnten, war Deutsch. So scheint diese Brückenkita ein gelungenes Angebot für eine Vorbereitung in die Kita und somit auch eine gute Unterstützung für eine erfolgreiche und frühzeitige Integration dieser Kinder zu sein.

Die Angebotsstruktur

Während der zwei Stunden dürfen die Kinder erst frei spielen, anschließend wird bei schlechtem Wetter gemeinsam der psychomotorische Turnraum aufgesucht, bei warmer Witterung wird draußen gespielt. Zuletzt findet eine Runde mit Speisen und Getränken für Groß und Klein mit begleitenden Sprachspielen statt; darüber hinaus wird ein Abschlussritual durchgeführt.

Vernetzung und Kooperationen

Die Brückenkita des Caritasverbandes Oberhausen ist aufgrund der Organisation durch den Caritasverband und der damit einhergehenden Möglichkeit der Nutzung der zahlreichen Strukturen des Vereins gut mit weiteren Stellen vernetzt. Dadurch ist es möglich, dass die Familien mit Fluchterfahrungen in den Unterkünften vom Angebot der Brückenkita erfahren können. Des Weiteren zeigt sich womöglich die vorhandene Erfahrung auch in der Konzeption des Brückenangebotes, das aufgrund der Anwesenheit von deutschen Familien wie auch von Familien mit Fluchthintergrund an einer frühzeitigen Integration sowie damit einhergehend am Abbau von Berührungsängsten ansetzt.